Was beten Muslime an? PDF Drucken E-Mail

 

Was (und wieso) beten Muslime eigentlich

fünfmal am Tag?

 

Fast jeder kennt heutzutage (nicht zuletzt durch die Medien) das rituelle fünfmalige Gebet der Muslime – aber kaum jemand weiß, was wir Muslime da überhaupt beten.

Es soll nur kurz erwähnt werden, dass wir Muslime uns in jeder Situation des Alltags an Gott wenden und zu ihm beten können und das rituelle Gebet bei weitem nicht die einzige Zugangsmöglichkeit zu Gott darstellt. Neben einer offenen Gesprächsmöglichkeit zu Gott, wie in jeder anderen Religion auch,  ist für uns Muslime aber auch das rituelle Gebet Pflicht. Es hat eine feste vorgegebene Form  und verfolgt einen anderen Sinn als das persönliche Gebet.

Es ist nicht Gott, der unserer Gebete bedarf – denn er ist erhaben über jedes Lob. Vor ihm bedarf es des Bittens nicht, denn er kennt unsere Bedürfnisse besser als wir selbst. Es sind wir Menschen, die das Gebet brauchen. Das rituelle Gebet hat ganz vielfältige Aspekte, von denen wir hier nur einige erwähnen wollen: Es dient zu unserer eigenen geistigen Heranbildung, zur Reinigung, Erneuerung, Tröstung und Festigung unseres Herzens. Es dient dazu, sich fünfmal am Tag eine Pause vom Alltag zu nehmen, in der man still wird und sich auf die wirklich wichtigen Dinge des Lebens besinnt.

 

Nun aber zu dem Inhalt des rituellen Gebets. (Aufgelistet werden Teile, die sich in jedem Gebet öfters wiederholen):

 

I.)                 Wenn wir vor Allah stehen, sprechen wir:

Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen. Alles Lob sei Allah, dem Herrn der Welten, dem Allerbarmer, dem Barmherzigen, dem Herrscher am Tage des Gerichts. Dir allein dienen wir und Dich allein flehen wir um Hilfe an. Leite uns den rechten Pfad, den Pfad derer, denen du gnädig bist, nicht derer, denen Du zürnst und nicht derer, die in die Irre gehen.* (Amen)

 

II.)               Danach folgt eine individuell ausgesuchte Rezitation eines Stückes des Korans

 

III.)            Während wir uns verbeugen, sprechen wir:

Preis sei meinem Herrn, dem Erhabenen.

 

IV.)             Wenn wir uns wieder aufrichten, sprechen wir:

Allah hört den, der ihn lobpreist. Unser Herr, Lob sei dir.

 

V.)               Während wir uns niederwerfen, sprechen wir:

Preis sei meinem Herrn, dem Allerhöchsten.

 

VI.)             Wenn wir sitzend innehalten, sprechen wir:

Die Ehre ist Allahs, die Anbetung und alle guten Dingen. Friede sei mit dir, oh Prophet und die Barmherzigkeit und Segnungen Allahs. Friede sei mit uns und den frommen Dienern Allahs. Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allah gibt und ich bezeuge, dass Muhammad, sein Knecht und sein Gesandter ist. Oh Allah, erweise Dich Muhammad und den Seinen gnädig, wie Du Dich Abraham und den Seinen gnädig erwiesen hast. Du bist der Gepriesene, Ruhmreiche. Oh Allah, segne Muhammad und die Seinen, wie Du Abraham und die Seinen gesegnet hast. Du bist der Gepriesene, Ruhmreiche.

 

VII.)          Wenn wir das Gebet beenden, sprechen wir:

Friede sei mit euch und die Barmherzigkeit Allahs.

*Allahs Zorn verfallen sind diejenigen, die sich der göttlichen Botschaft voll bewusst sind und sie trotzdem ablehnen, während die Irregehenden Menschen sind, die die Wahrheit nie erreicht hat oder in so entstellter Form, dass sie schwierig zu erkennen ist.

 

Gebetszeiten

6 Rabi Al-Awwal, 1439h

Athan Iqama
Fajr 06:08 06:30
Shuruq 07:42
Dhuhur 12:04 12:30
Asr 14:03 14:15
Maghrib 16:23 16:35
Isha 17:59 19:00

Freitagspredigt auf:
  • Arabisch: 12:15
  • Deutsch:  13:30

Iqama-Zeiten